In direkter Waldnähe sollen im Wohnquartier Schuberthöfe auf rund 1,8 Hektar etwa 210 Wohneinheiten sowie eine Kindertagesstätte entstehen. Als prägendes Element ist der geplante Quartiersplatz mit angebundenen Wohnhöfen namensgebend für das Projekt. Im Einklang mit dem Kooperativen Baulandmodell der Stadt Köln werden im neuen Quartier 30 Prozent öffentlich geförderter Wohnraum entstehen.

Mit dem Ziel, ansprechenden und zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen, verfolgt die RBL Projekt Falkenhorst GmbH & Co. KG die planungsrechtliche Entwicklung der Flächen. Im März 2020 haben die Bezirksvertretung Porz sowie der Stadtentwicklungsausschuss den Aufstellungsbeschluss für den neuen Bebauungsplan gefasst.

 

Wohneinheiten

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Bruttobauland

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Schulen

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Nettobauland

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Neben dem Wohnquartier Schuberthöfe bezieht der Bebauungsplan auch die südlich angrenzenden Flächen ein. Hier ist in Abstimmung mit der Stadt Köln auf etwa 3,5 Hektar die Entwicklung einer weiterführenden Schule vorgesehen. 

Nach Abschluss des städtebaulichen Wettbewerbs für das Projekt werden aktuell durch verschiedene Gutachten die konkreten Voraussetzungen für die Erarbeitung des Bauungsplanentwurfes geschaffen. Neben Untersuchungen zu Verkehr, Lärm- und Schallschutz werden hier insbesondere auch ökologische Aspekte der Planung abgesichert. Möglichst bis Ende des Jahres 2022 soll der Bebauungsplan für das neue Quartier zur Satzung gebracht werden.

Standort

Das geplante neue Wohnquartier Schuberthöfe befindet sich am nördlichen Rand des Porzer Stadtteils Urbach. Das Urbacher Zentrum liegt rund einen Kilometer entfernt von den Schuberthöfen und verfügt über Einkaufsmöglichkeiten sowie kulturelle Einrichtungen. Zudem verfügt Porz über ein breites Angebot an Bildungseinrichtungen. Durch die geplante Kindertagesstätte im Quartier Schuberthöfe wird dieses Angebot nochmals erweitert.

Das Wohnquartier ist im Norden fußläufig durch die Schubertstraße zu erreichen. Von Süden erfolgt die verkehrliche Erschließung des Bebauungsplangebietes über die Kennedystraße. Östlich bildet ein Waldsaum mit angrenzenden Freiflächen die natürliche Grenze des Plangebietes, im Westen bildet eine Spielplatzfläche den Übergang zum Falkenhorst. Die Nähe zur Bundesautobahn A 59 ermöglicht zudem die schnelle Anbindung des Quartiers an den überörtlichen Verkehr.

Siegerentwurf: Rheinflügel Severin / Studio Vulkan

Sechs Architekturbüros traten in einem Wettbewerb der RBL Projektentwicklungsgesellschaft und der Stadt Köln an, um für das neue Wohnquartier attraktive Lösungen zu entwickeln.Durchgesetzt hat sich die Arbeitsgemeinschaft von Rheinflügel Severin (Düsseldorf) / Studio Vulkan (München).

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Mit dem neuen Wohnquartier wird der Stadtteil Urbach auf seiner Ostseite baulich vervollständigt. Durch die geplante gestaffelte Höhenentwicklung der Baukörper werden die unterschiedlichen Bebauungsstrukturen der Umgebung aufgegriffen und das neue Plangebiet in einen städtebaulichen Kontext gesetzt. 

Mit Wegeverbindungen für Fuß- und Radverkehr im Norden des Gebietes wird zudem eine Anbindung an die umliegenden Feldwege und Grünflächen geschaffen.

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Zentrales Element des neuen Quartiers ist der begrünte öffentliche Platz. Der Platz verfügt über zahlreiche Öffnungen zu den angrenzenden Wohnhöfen. Während der Platz durch die geplante Kita, eine Mobilitätsstation sowie eine kleine Ladeneinheit belebt wird, bilden die halböffentlichen Wohnhöfe weitere durchgrünte Ruhepunkte.

Der Platz wird durch die umgebenden Gebäude räumlich gefasst. Die Gebäude werden durch eine gestaffelte Höhenentwicklung zwischen vier und sieben Geschossen in ihrer Struktur aufgelockert.

 

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Die Erschließung des Quartiers wird über eine im Osten des Plangebietes vorgesehene Straße von der Kennedyallee erfolgen. Die Straße schafft die Anbindung an den Quartiersplatz als zentrale Erschließungsfläche. Auf der Nordseite des Platzes wird für den ÖPNV eine Anbindung an die Schubertstraße geschaffen. Über eine Schleuse wird der Zugang zur im Gebiet vorgesehenen Bushaltestelle ermöglicht.

Durch Tiefgaragen für private Kfz-Stellplätze wird das Straßenbild weitestgehend vom ruhenden Verkehr freigehalten. Lediglich öffentliche Besucherstellplätze sollen sich ebenerdig befinden. Eine Mobilitätsstation mit Angeboten der Elektromobilität und Sharing-Konzepten soll im Quartier zudem den nachhaltigen Individualverkehr fördern.

Für Fußgänger und Radfahrer sind weitere Wegeverbindungen zum angrenzenden Spielplatz und im Norden an die angrenzenden Freiflächen vorgesehen.

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Die Bebauung soll aus kompakten Gebäudetypen bestehen, die mit kleinem Oberflächen-/Volumenverhältnis angemessene Baukosten und geringe Energieverbräuche erwarten lassen. Die Flachdachflächen bilden die Basis für eine Photovoltaiknutzung und ermöglichen die Begrünung der Dachflächen. In Kombination mit dem auf Versickerung und Rückhaltung ausgerichteten Regenwassermanagement soll so ein Beitrag zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung geschaffen werden.

Im östlichen Teil des Plangebietes wird ein zwanzig Meter breiter Waldsaum etabliert, der als ökologische Übergangsfläche dient.

Wettbewerb

Doppelsieg für das Düsseldorfer Büro rheinflügel severin und die Münchener Landschaftsplaner aus dem Studio Vulkan: Die Arbeitsgemeinschaft hatte im städtebaulich-freiraumplanerischen Wettbewerb für die Flächen "Östlich im Falkenhorst" in Porz-Urbach und an der "Leidenhausener Straße" in Porz-Eil nach einstimmigem Entscheid der Jury klar die Nase vorn.

Im neuen Quartier „Schuberthöfe“ (so der Projektname für die Fläche des Bebauungsplans „Östlich im Falkenhorst“) sollen 239 Wohneinheiten südlich der Schubertstraße entstehen. Im Quartier werden außerdem eine Kindertagesstätte sowie möglicherweise Einzelhandelsflächen entstehen. Südlich angrenzend soll eine weiterführende Schule gebaut werden. Mit dem Satzungsbeschluss für die Bebauungspläne wird bis Ende 2022 gerechnet.

 

 „Die Siegerentwürfe haben gestalterisch und mit Blick auf wirtschaftliche Überlegungen überzeugt, wir haben eine sehr gute Grundlage für die Entwicklung der Bebauungspläne erhalten", resümiert RBL-Vorstand Holger Coers.

Moderiert wurde der von der RBL AG in Kooperation mit der Stadt Köln ausgelobte Wettbewerb durch Stottrop Stadtplanung, Köln. Die Wettbewerbsgebiete umfassen rund 10,7 Hektar Fläche, die derzeit vorwiegend landwirtschaftlich genutzt werden.

Verfahren

Mit dem Ziel, ansprechenden und zukunftsfähigen Wohnraum zu schaffen, wird die planungsrechtliche Entwicklung des neuen Wohnquartiers Schuberthöfe verfolgt. Zur Sicherung der Qualität des zukünftigen Baugebietes wurde ein städtebaulich-freiraumplanerischer Wettbewerb als Realisierungswettbewerb mit sechs teilnehmenden Büros durchgeführt. Die zur Teilnahme eingeladenen Stadtplanungsbüros haben die Aufgabe jeweils in Kooperation mit einem Landschaftsarchitekten bearbeitet.

Die Auswahl der Teilnehmer erfolgte durch die Vorhabenträgerin in enger Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt der Stadt Köln. Das Verfahrensmanagement erfolgte durch Stottrop Stadtplanung, Köln. Nach Versand der Auslobung und einem Auftaktkolloquium standen den Teilnehmer fünf Wochen Zeit zur Bearbeitung der Aufgabe zur Verfügung. Aus den eingereichten Arbeiten wurden im Februar 2021 durch eine aus Fachleuten und örtlichen Politkern besetzten Jury die Sieger ausgewählt.

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